MUS-E Klasse der Karlschule Rastatt zu Besuch am Waldkulturpfad

 

Das Hauptprogramm der Yehudi Menuhin Stiftung ist MUS-E, das eurpoaweite künstlerische Programm für Schulen. Ziel ist es, über kontinuierliche Arbeit mit Künstlern die Persönlichkeit  von Kindern u. Jugendlichen zu stärken, ihre Kreativität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit zu entfalten und ihre soziale Kompetenz zu fördern.

 

Einmal pro Woche bestreiten Künstler aus Theater, Tanz, Musik und bildender Kunst zwei Schulstunden im Kernbereich des Unterrichts unter Mitwirkung der Lehrer. MUS-E eröffnet besonders Kindern in sozial benachteiligten Stadtteilen den Zugang zur Kunst und macht erfahrbar, dass Vielfalt von Individualität und kultureller Herkunft jede Gemeinschaft bereichert.

 

In diesem Rahmen machten die Kinder der Klasse 2b der Karlschule am 17. Dezember ein Atelierbesuch bei Ihrer MUS-E Künstlerin Frau Anne-Bärbel Ottenschläger in Spielberg.

 

Danach ging es zum Waldkulturpfad. Die durch den lichten Waldrand scheinenden Baumfiguren machten die Kinder schon von weitem neugierig auf das, was sich wohl dahinter verbergen würde. Sie staunten über die Wächterfiguren, den Thron und empfanden die Waldstimmung während sie der Geschichte von der Waldmaus lauschten. Auf dem Entdeckerpfad  erspähten sie die Spuren der Spechte, fanden kleine Tannenzäpfchen und Reste von Bucheckern, was für Stadtkinder schon ein  echtes Erlebnis war. Die Weidehütten am Hüttenspielplatz an der lichten Eiche wurden gleich in Beschlag genommen und ausprobiert, wie viele Kinder hineinpassten. In den Klangkreisen wurde musiziert, gesungen und passend dazu die Glocken geläutet. Der Telefonstamm interessierte ebenso wie der Klangbaum, der die Töne durch den ganzen Körper schickte, wie Fabienne treffend bemerkte. Auch das Rauschen der Blätter im Herbstwind und das Knarren der Zweige waren echt beeindruckend. Der Adlerhorst mit seinen natürlichen Unebenheiten forderte die Kinder auf zum Durchstreifen. Auch die Vogelnestschaukel, durch die man beim Schaukeln durch die Baumkronen den Himmel beobachten kann, fand reges Interesse und auch die Lehrerin musste sich gedulden, bis alle Kinder wenigstens einmal geschaukelt hatten. Das Klettern und Hangeln forderte die Kinder zu neuen Leistungen heraus und so manches Kind wuchs an diesem eisigen Vormittag über sich hinaus.

 

Eines war allen klar: so viele neue Erlebnisse und Erfahrungen  müssen wiederholt  werden und vielleicht bleibt dann ja auch Zeit, in und mit der Natur zu gestalten, dieser Wunsch kristallisierte sich ganz eindeutig  heraus.